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Ab Freitag, 20.März 2026:

Poesiepfad im Frühjahr 2026 (83. Edition)

Gedichte der Mescheder Dichterin Carola Matthiesen
Der Poesiepfad ist im Frühjahr der Mescheder Dichterin Carola Matthiesen gewidmet, die im vergangenen Herbst 100 Jahre alt geworden wäre. Oft wird sie als Heimatdichterin bezeichnet, doch das ist trotz ihrer Heimatverbundenheit nur ein Aspekt ihres umfangreichen lyrischen Werkes.

Ihre Erfahrungen in der Natur und im menschlichen Leben allgemein mit seinen Freuden und seinem Leiden, mit seinen Hoffnungen und Enttäuschungen werden in ihrem Werk thematisiert – immer mit einem zuversichtlichen und zum Teil ironischen Blick.

Wichtig war ihr die dichterische Form: Obwohl sie gerne und viel Lyrik in freien Versen schrieb, versuchte sie, ihre Sprache durch feste Formen mit ihren Regeln zu „disziplinieren“. Sonette gehörten dazu, später auch die fernöstlichen strengen Kurzformen wie z.B. die des Haikus, zur Entspannung auch Limericks. Was zunächst reine Übung war, machte ihr so viel Freude, dass ihr Werk gerade mit diesen Kurzformen ständig wuchs und ihr viele Literaturpreise einbrachte. Sie veröffentlichte sechs Lyrikbände, darunter eines ausschließlich mit den fernöstlichen Kurzgedichten.

Carola Matthiesen war durch ihre Lesungen im ganzen Sauerland bekannt und beliebt. Ihr bescheidenes Auftreten, ihre leise und trotzdem tragende Stimme, mit der sie die Gedichte vortrug, machte Lesungen mit ihr zum unvergesslichen Erlebnis.

Sie wurde am 9. November 1925 in Eslohe geboren, ihre Kindheit verbrachte sie in Wenholthausen. In ihrem erlernten Beruf als Erzieherin arbeitete sie nur kurz. Sie nahm an literarischen Fortbildungen teil und arbeitete ab 1971 in der Stadtbibliothek Meschede. Die Zusammenstellung der Gedichte und die Führung auf dem Poesiepfad oblagen Beate Ullrich, die von 1979 bis 1984 in der Mescheder Stadtbibliothek mit Carola Matthiesen zusammenarbeitete, und Johannes Kiczka.

Die Eröffnung dieser im Frühling 2026 aushängenden Texte erfolgte mit einem erläuternden Rundgang am Freitag, 20.März 2026 um 16 Uhr.

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Ab Freitag, 19.Juni 2026:

Poesiepfad im Sommer 2026 (84. Edition)

Richard Dehmel und seine Frauen
„Ich habe keine andre Pflicht als die der Lebenslust: so glücklich als möglich zu leben.“ (Richard Dehmel)

„Richard Dehmel und seine Frauen“, das ist das Motto der 84. Poesiepfad- Edition, die am Freitag, den 19.06. um 17.00 Uhr im Mühlbachtal in Arnsberg-Rumbeck bei einem ca. 90-minütigen Rundgang vorgestellt wird. Richard Dehmel gehörte um 1900 zu den bedeutendsten Lyrikern Europas und wurde von vielen großen Geistern dieser Zeit bewundert und gerühmt, doch er wurde sehr bald nach dem 1. Weltkrieg vergessen. Zu Unrecht meint das Poesiepfad-Team und stellt 20 Gedichte Richard Dehmels und „seiner Frauen“ vor. 500 (!) seiner Gedichte wurden von namhaften Komponisten vertont, allein diese Tatsache macht die Bedeutung Richard Dehmels als Lyriker deutlich.
Die 20 Tafeln mit den Gedichten hängen für jeden frei zugänglich im Rumbecker Mühlbachtal bis zum 24. September aus. Die Kommentare zu Dehmels Leben und zu den Gedichten sind allerdings nur beim Rundgang am Freitag, den 19.06. 26. ab 17.00 Uhr zu hören. Die Teilnahme ist wie immer kostenfrei, es gibt ausreichend Parkplätze. Der Rundweg ist befestigt und bedingt für Rollatoren und Rollstühle geeignet.

Die Beziehungen zwischen den vier Menschen sind hier skizziert (Grafik: Reiner Ahlborn).
Auf dem Poesiepfad könnt Ihr bis September u.a. diese Texte von Richard Dehmel lesen:
Freiheitslied
Glückwunsch
Stiller Gang
Bildquelle: https://www.ecured.cu/Richard_Dehmel
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Die nächsten Termine:
Freitag, 25.09.2026, 16 Uhr: "Else Lasker-Schüler"
Freitag, 11.12.2026: Retro-Aushang einer früheren Edition "Winter"
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